Ungarn

Ungarn wird für Sisi zum Land ihrer Leidenschaften. Leidenschaften, ihr politisches Engagement betreffend, und Leidenschaften privater Natur. Gegen den Willen des Wiener Hofs verhilft Sisi durch ihr persönliches Engagement den Ungarn wieder zu ihrer alten Verfassung von 1848. Dies wird ein Meilenstein in der Welthistorie.

Hier findet die so rastlos wie extravagant gewordene Kaiserin einen neuen Ruhepol, letztlich sogar ein neues Zuhause: eines, das ihrem ursprünglichen Naturell entspricht. Sisi fühlt sich vom Freiheitsstreben des ungarischen Volkes angesprochen und an sich selbst erinnert. In Ungarn kann sich die Wittelsbacherin unbeobachtet nach Herzenslust in die Natur zurückziehen.

Sie liebt das Land und seine Leute so sehr, dass sie bald fehlerfrei ungarisch spricht. Sie begegnet dem Revolutionär Graf Gyula Andrássy, der ihre Ungarnbeziehung entscheidend prägen wird. 1867 wird Elisabeth in Budapest unter seiner Mitwirkung gekrönt. Es ist der wegweisende Beginn der k.u.k. Monarchie. Sisi ist nun Königin aus Leidenschaft, nicht aus Pflicht. Auf dem Land in der Nähe Budapests liegt ihr Lieblingsschloss Gödöllö, wo sie sich häufig aufhält.

In Ungarn, wo Sisis Erstgeborene in jungen Jahren so tragisch starb, wird nach schwierigen Ehejahren ihr letztes, über alles geliebtes Wunschkind Marie Valerie geboren. Sie wird zu großen Teilen in diesem Land aufwachsen, mit einer Ungarisch sprechenden Erzieherin an ihrer Seite. Als Königin Ungarns ist Elisabeth bis heute bei den Landsleuten hoch angesehen und verehrt.

 

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